Wien – Seit 1900 dürfen Frauen in Österreich Medizin studieren, doch 124 Jahre lang waren sie in ihrer Standesvertretung nicht sichtbar. Das hat sich in Niederösterreich nun geändert: Der Vorstand der ärztlichen Standesvertretung beschloss, den Namen in „Ärztinnen und Ärztekammer für Niederösterreich“ zu ändern.
Dr. Dagmar Fedra-Machacek betont die Wichtigkeit dieser Änderung: „Die Zahlen zeigen, dass der Frauenanteil in vielen Fachgruppen über 60 Prozent liegt. Die Namensänderung spiegelt diese Realität wider und schafft Bewusstsein, besonders im Hinblick auf die Gesundheitsreform. Die Medizin ist weiblich, und das soll sichtbar sein.“
Auch Dr. Johanna Zechmeister sieht darin einen Schritt zu mehr Geschlechtergerechtigkeit: „Ich bin froh, dass sich die Ärztinnen nun endlich im Namen ihrer Standesvertretung wieder nden. Wir hoffen, dass andere Bundesländer und die Österreichische Ärztekammer nachziehen.“
Dr. Krista Ainedter-Samide fügt hinzu: „Nach über 120 Jahren ist dies ein wichtiger Schritt, um den Stellenwert der Ärztinnen auch im Außenauftritt darzustellen.“ Die Namensänderung fällt auf ein bedeutendes Datum: Seit dem 3. September 1900 dürfen Frauen in Österreich Medizin studieren. Dies verdanken sie Dr. Gabriele Possanner von Ehrenthal, der ersten promovierten Ärztin Österreichs, die sich für das Wahlrecht in der Ärztekammer einsetzte und 1904 als erste Frau in die Standesvertretung gewählt wurde.
Der Antrag wurde von Dr. Fedra-Machacek, Dr. Ainedter-Samide, Dr. Zechmeister und Dr. Eva-Maria Hochstöger eingebracht und vom Präsidenten Dr. Harald Schlögel unterstützt.
Quelle: Ärztekammer für Niederösterreich
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