PHILADELPHIA, USA – Bisherige Studien konnten einen Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung der Darmflora und potenzieller Dickleibigkeit aufdecken.
Forscher fanden nun heraus, dass auch die Mundflora Indizien liefert – sogar bereits im Kleinkindalter.
Ältere Studien belegen, dass das Darmmikrobiom bei adipösen Jugendlichen und Erwachsenen deutliche Abweichungen aufweist. Sie ist durch einen Mangel an Diversität gekennzeichnet, außerdem ist das Verhältnis der Bakteriengruppen Firmicutes zu Bacteroidetes verschoben. Allerdings fehlte es bisher an Untersuchungen, wie sich das Mikrobiom in den frühen Stadien der Gewichtszunahme, also bei Kleinkindern, verhält. Zudem fand die orale Mikrobiota kaum Beachtung.
Forscher der Penn State University, Penn Park, wollten genau diese Lücke schließen und stellten in ihrer Studie das Mundmikrobiom von Kleinkindern in den Fokus. Sie beobachteten über einen Zeitraum von zwei Jahren 226 Kinder bezüglich ihrer Gewichtszunahme und analysierten anschließend die Zusammensetzung der oralen Bakterien.
Wie sich herausstellte, ist das orale Mikrobiom ein guter Indikator für späteres Übergewicht. Kinder, die sehr schnell an Gewicht zunahmen, wiesen ähnliche Komponenten auf wie die Darmflora bei Adipositaspatienten. Sprich, kaum Bakteriendiversität sowie ein anders geartetes Verhältnis zwischen Firmicutes und Bacteroidetes.
Mit dieser Erkenntnis hofft das Forscherteam, zukünftig frühzeitig präventive Maßnahmen bei Kindern mit erhöhtem Adipositasrisiko fördern zu können.
Die Studie ist in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.
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