Dental Tribune Austria

Metallschaum als Implantatmaterial

By North Carolina State University
March 05, 2010

RALEIGH – Ein sogenannter Metallschaum, der eine ähnliche Elastizität wie Knochen besitzt, könnte den  Implantatmarkt revolutionieren.

Wissenschafter der North Carolina State University entwickelten das Material, das leichter als solides  Aluminium ist und aus reinem Stahl oder einer Mischung aus Stahl und Aluminium hergestellt werden  kann. In einem Fachbeitrag über die Ergebnisse, der in der Märzausgabe der Zeitschrift Material Science and Engineering A nachzulesen ist, wies das Forscherteam auf die Vorteile des Materials hin. Neben  dem leichten Gewicht und dem hohen Absorbierungsvermögen ähnelt das Elastizitätsmodul des  Schaumes dem des Knochens.

Das Elastizitätsmodul gibt die Möglichkeit eines Materials an, sich unter Druck zu biegen und nach Druckbeendigung wieder in die Ausgangsform zurückzukehren. Die Elastizität sei bei biomedizinischen Implantaten extrem wichtig, wie Dr. Afsaneh Rabiei, assoziierter Professor für  Maschinenbau und Dozent für Biomedizintechnik an der North Carolina State University mitteilte. „Wenn ein orthopädisches oder ein Zahnimplantat im Körper Knochen oder einen Teil des Knochens ersetzt, muss es die gleiche  Menge wie der umgebende Knochen bewältigen“, so Dr. Rabiei, der dem Forscherteam angehört, die das Material  testeten. Mit dem „Metallschaum“ könnte Knochenverlust verhindert werden – ein Risiko bei der  Implantation.

„Falls das Elastizitätsmodul des Implantates größer ist als jenes des Knochens, wird das Implantat die Hauptlast tragen und der eingebundene Knochen wird absterben. Unser Composite-Schaum kann als  Implantat dies verhindern“, sagte Rabiei. Die poröse Oberfläche des Schaumes würde zusätzlich die Osseointegration fördern.

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