Dental Tribune Austria

Erfolg eines Ozon- Generators bestätigt

By Dental Tribune - Redaktion
May 24, 2010

SALZBURG – Der Ozon-Generator des Unternehmens W&H, Prozone, bekämpft kariesverursachende Bakterien effektiv, wie Wissenschafter/ -innen der Universität Salzburg nachwiesen.

In einer Kontrollstudie am Fachbereich Molekulare Biologie der Naturwissenschaftlichen Fakultät testeten B. rer. Nat. Corina Dallinger, Doz. Dr. Kristjan Plätzer und Prof. Dr. Barbara Krammer die desinfizierende Wirkung von Prozone. Mit den Bakterien Streptococcus mutans (S. mutans) und Escherichia oli (E. coli) wurde jeweils ein Modellorganismus angereichert. Die zwei Organismen wurden in einem Versuch sofort mit Ozon behandelt. In einem weiteren Test ließen die Wissenschafter/-innen die Bakterienzellen einwachsen und behandelten die Modellorganismen nach anderthalb Stunden mit Prozone. Die Experimente zeigten, dass bei sofortiger Begasung mit Ozon sichtbare Effekte nach einer Minute Behandlungsdauer auftraten – sowohl beim Bakterienstamm S. mutans wie E. coli. Die Effekte waren kleiner bei jenen Organismen, in die Bakterien in anderthalb Stunden eingewachsen sind. Dennoch konnten auch Areale mit verringerter Keimzahl erzeugt werden. Mit zunehmender Behandlungsdauer wird die Fläche, in der sich wenige oder keine Keime befinden, immer größer. Das in der Erdatmosphäre vorkommende Ozon wird erst seit Kurzem zur Desinfektion in der Zahnmedizin eingesetzt. In früheren Studien wiesen Forscher/- innen nach, dass – im Gegensatz zu Antibiotika – durch die Ozon-Behandlung die Bakterienlast innerhalb weniger Sekunden zu fast 99 Prozent reduziert werden kann. W&H’s Ozon-Generator ist seit 2008 im Handel erhältlich. Nach Angaben der Firma ist Prozone sowohl für die chirurgische Desinfektion als auch in der Implantologie, Parodontologie und Endodontie einsetzbar. Durch eine spezielle Pumpe wird Luft in das Gerät gesaugt. Diese Luft wird direkt in einen Filter transportiert, der sie reinigt und eventuell vorhandene Feuchtigkeit entzieht. Die saubere,
trockene Luft wird anschließend an den Generator weitergeleitet.

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