Peking – Eine aktuelle Auswertung der Chinese Longitudinal Healthy Longevity Survey zeigt, dass nicht nur die Zahl verbliebener Zähne, sondern vor allem die Geschwindigkeit des Zahnverlusts über die Zeit eng mit der Sterblichkeit älterer Menschen verknüpft ist.1
Das Forschungsteam der Peking University wertete die Daten von mehr als 8.000 Seniorinnen und Senioren mit einem Durchschnittsalter von 83 Jahren aus. Erfasst wurde, wie viele Zähne die Teilnehmenden zwischen zwei Befragungszeitpunkten verloren hatten und wie sich diese Dynamik auf das Überleben in den Folgejahren auswirkte. Während der durchschnittlich dreieinhalbjährigen Nachbeobachtungszeit verstarben 64 Prozent der Probanden. Nach Berücksichtigung von Alter, Lebensstil, Bildung, Vorerkrankungen und dem ursprünglichen Zahnstatus zeigte sich laut den Autoren das Muster: Wer seine Zähne schneller verliert, hat auch ein höheres Risiko zu sterben. m Vergleich zu Personen mit stabilem Gebiss stieg das Risiko um 11 Prozent bei langsamem, um 20 Prozent bei moderatem und um 33 Prozent bei raschem Zahnverlust. Jeder zusätzlich verlorene Zahn pro Jahr war mit einer rund vierprozentigen Erhöhung der Mortalitätswahrscheinlichkeit verbunden. Die Autoren schreiben, dass die Geschwindigkeit des Zahnverlusts als sensibler Marker für einen allgemeinen Gesundheitsrückgang gelten könnte. Sie spiegele möglicherweise chronische Entzündungen, eine nachlassende Ernährung oder andere altersbedingte Veränderungen wider und sage damit mehr über den biologischen Alterungsprozess aus als die bloße Zahl verbliebener Zähne.
1 Duan, L., Yang, L., Ruan, H. et al. Tooth loss progression and mortality among older adults: results from the Chinese longitudinal healthy longevity survey (CLHLS). BMC Geriatr 25, 769 (2025). https://doi.org/10.1186/s12877-025-06419-1
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