DUISBURG/ESSEN – Aua, das tat weh! Das Erleben von Schmerzen hinterlässt Spuren im Gedächtnis. In einer aktuellen Studie hat ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen nun untersucht, ob Menschen schnellere und robustere Gedächtnisspuren für Reize bilden, die eine bevorstehende Verstärkung von Schmerz ankündigen als für solche, die eine Schmerzlinderung vorhersagen.
In einer aufwändigen experimentellen Untersuchung an 36 gesunden Teilnehmer:innen wurde sowohl das Lernen als auch das Verlernen, die sogenannte Extinktion, von Reizen untersucht, die eine Schmerzlinderung oder eine Schmerzverstärkung ankündigen. Das Ergebnis: Die evolutionär sinnvolle und sprichwörtlich bekannte Strategie „Better safe than sorry“ oder auch „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ hat sich bestätigt.
Die Teilnehmer:innen zeigten ein verstärktes und schnelleres Lernen für die Reize, die eine Schmerzverstärkung ankündigten, verglichen mit den Hinweisreizen für eine bevorstehende Schmerzlinderung. „Evolutionsbiologisch ist das durchaus sinnvoll, da diese Lernstrategie einen Schutzmechanismus vor schmerzvollen und potenziell gefährlichen Situationen darstellt“, so Prof. Dr. Ulrike Bingel, Leiterin der universitären Schmerzmedizin an der Klinik für Neurologie. „Beim Verlernen dieser Zusammenhänge, also der Extinktion, traten hingegen kaum Unterschiede auf.“
Daraus schließt das Team um Prof. Dr. Ulrike Bingel, dass beiden Lernprozessen – dem „Lernen“ und „Verlernen“ angenehmer und unangenehmer Zusammenhänge – unterschiedliche Mechanismen zugrundliegen. Die Ergebnisse der in Communications Biology veröffentlichten Studie bieten neue Erklärungsansätze zur Chronifizierung und Aufrechterhaltung von Schmerzerkrankungen. Derzeit geht das Forschungsteam der Frage nach, wie sich diese Lernprozesse bei Patient:innen mit chronischen Rückenschmerzen verhalten und welche Hirnmechanismen hierbei eine Rolle spielen. Die Studie ist Teil des DFG-geförderten Sonderforschungsbereichs „Extinction Learning“, SFB1280.
Schlagwörter:
Österreichische Schmerzforscher haben eine Entdeckung gemacht, die möglicherweise die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen ...
WIEN – Die Häufigkeit von Diabetes mellitus ist in allen Ländern der Welt im Zunehmen begriffen. Dies bedeutet eine enorme Belastung der ...
Die Digitalisierung kann Labore und Zahnarztpraxen näher zusammenbringen. Wie diese neuen Chancen im interdisziplinären Team am besten genutzt werden ...
WIEN – Um größere Verwerfungen durch COVID-19 im Herbst zu vermeiden, fordern namhafte Wissenschaftler im Fachmagazin The ...
Wien – Bund, Länder und Sozialversicherung haben ihre Schwerpunkte für die Digitalisierung des Gesundheitswesens definiert. Die „eHealth-Strategie ...
Leipzig – Unter der Sonne Italiens bieten die Giornate Veronesi hochkarätige wissenschaftliche Vorträge, Seminare und Table Clinics sowie ein tolles ...
WIEN – Die COVID-19-Pandemie hat manches von ihrem Schrecken verloren und die ersten Großveranstaltungen – wie beispielsweise die Wiener Internationale...
SAALFELD – Haut- und Gewebeinfektionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich. Oft liegt die Ursache an den ...
Live-Webinar
Mi. 4. Februar 2026
17:00 Uhr (CET) Vienna
Live-Webinar
Do. 5. Februar 2026
20:30 Uhr (CET) Vienna
Dr. Boota Ubhi BDS, FDS RCS (Edin), MDentSci, MRD RCS (Eng) Specialist, Cat Edney
Live-Webinar
Fr. 6. Februar 2026
2:00 Uhr (CET) Vienna
Dr. Zeeshan Sheikh Dip.Dh, BDS MSc, M.Perio, PhD, FRCDC, Dip-ABP
Live-Webinar
Mi. 11. Februar 2026
1:00 Uhr (CET) Vienna
Prof. Dr. Wael Att, Dr. Robert A. Levine DDS, FCPP, FISPPS, AOD, Dr. Larissa Bemquerer ITI Scholar at Harvard
Live-Webinar
Mi. 11. Februar 2026
17:00 Uhr (CET) Vienna
Dr. med. dent. Sven Mühlemann
Live-Webinar
Mi. 11. Februar 2026
18:00 Uhr (CET) Vienna
Prof. Dr. Samir Abou Ayash
Live-Webinar
Fr. 13. Februar 2026
18:00 Uhr (CET) Vienna
To post a reply please login or register