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ÖGK-Projekt wird ausgeweitet: Mobile Zahngesundheit für pflegebedürftige Menschen

ÖGK

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Mo. 12 Oktober 2026

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Wien – Zahnmedizinische Versorgung soll auch für Menschen erreichbar sein, die aufgrund von Pflegebedürftigkeit und eingeschränkter Mobilität eine Ordination nur schwer aufsuchen können. Ein Pilotprojekt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) im Seniorenwohnheim Stadtwald in St. Pölten vom 21. April bis 21. Juli 2026 hat gezeigt, welchen Beitrag mobile Zahnmedizin hier leisten kann.

Nach der erfolgreichen Pilotphase wird das Angebot seit September 2026 auf weitere Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich ausgeweitet. Eine gute Mundgesundheit ist gerade im Alter ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität. Sie ermöglicht nicht nur Essen und Trinken, sondern unterstützt auch Sprache, Wohlbefinden, Würde und soziale Teilhabe.

Umfassende Behandlung direkt im Pflegeheim

Die zahnmedizinische Versorgung wird direkt im Pflegeheim angeboten. Mithilfe einer mobilen Dentaleinheit, eines Schleifgeräts und eines verstellbaren Pflegesessels können Untersuchungen und Behandlungen unmittelbar vor Ort durchgeführt werden. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Diagnostik, Schmerztherapie, konservierende und prothetische Behandlungen sowie die Versorgung von Druckstellen. Prothesenreparaturen können über das Zahngesundheitszentrum St. Pölten innerhalb von 24 Stunden abgewickelt werden.

Ausweitung auf vier Pflegeeinrichtungen

Die Rückmeldungen aus dem Seniorenheim Stadtwald waren durchweg positiv. Daher wird das Angebot nun fortgeführt und auf weitere Pflegeeinrichtungen ausgeweitet. Dabei sind neben dem Seniorenheim Stadtwald auch das NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Wilhelmsburg, das Caritas Haus St. Elisabeth in Wagram sowie das NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Haus an der Traisen. Nach entsprechender Voranmeldung besucht das mobile zahnmedizinische Team der ÖGK die teilnehmenden Einrichtungen einmal wöchentlich. Im Mittelpunkt steht dabei der nachhaltige gesundheitliche und soziale Nutzen für die Bewohner*innen der Pflegeeinrichtungen.

Entlastung für Bewohner*innen und Pflegepersonal

Für die Bewohner*innen bedeutet die mobile Versorgung vor allem einen niederschwelligen Zugang zur Zahnmedizin. Durch die rasche Versorgung direkt vor Ort können anstrengende Transporte in eine Zahnarztpraxis reduziert werden. Gleichzeitig entfällt für das Pflegepersonal der zusätzliche organisatorische und zeitliche Aufwand für Begleitfahrten. Auch regelmäßige Kontrollen und eine fortlaufende Behandlung von Beschwerden spielen eine wichtige Rolle. Dadurch können akute Schmerzen und vermeidbare Beschwerden möglichst früh erkannt und behandelt werden.

Eine qualitativ hochwertige zahnmedizinische Versorgung im Alter leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Schmerzen zu vermeiden, die Mundgesundheit zu erhalten und die Lebensqualität zu fördern.

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