Dental Tribune Austria

„Nobelpreis für Zahnmedizin“ geht an Berner Wissenschaftler

By zmk bern
May 25, 2020

BERN – Anläßlich der Jubiläumstagung zum 100-jährigen Bestehen der International Association of Dental Research (IADR), der größten und wichtigsten wissenschaftlichen Organisation in der Zahnmedizin, wurde Prof. Dr. med. dent., Dr. h.c. mult. Anton Sculean, Direktor der Klinik für Parodontologie und Geschäftsführender Direktor der Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern, mit dem IADR Distinguished Scientist Award 2020 – Research in Periodontal Diseases Award ausgezeichnet.

Der Distinguished Scientist Award ist einer der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der Zahnmedizin, nicht umsonst wird er als der „Nobelpreis der Zahnmedizin“ angesehen. Der Preis wird jährlich von der IADR vergeben und ehrt das Gesamtwerk eines Wissenschaftlers auf einem bestimmten Gebiet der Zahnmedizin.
Prof. Sculean ist ein weltberühmter Forscher und Kliniker auf dem Gebiet der Parodontologie und hat in den namhaftesten Fachzeitschriften der Zahnmedizin bis heute mehr als 370 Peer-Reviewed-Arbeiten in der Parodontologie und deren angrenzenden  Gebieten  veröffentlicht. Zudem war er von 2009–2010 Präsident der Periodontal Research Group der IADR, 2012–2016 Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Parodontologie (SSP) und von 2018–2019 der European Federation of Periodontology (EFP).

Forschungsschwerpunkte
Prof. Sculeans Schwerpunkt ist die translationale Forschung, d. h. klinische Fragestellungen werden im Labor nachgestellt, um dann basierend auf den Ergebnissen dieser sog. „präklinischen Studien“ neue Therapiemöglichkeiten zum Wohle des Patienten zu entwickeln, in den Bereichen der regenerativen und plastisch-ästhetischen Parodontaltherapie sowie dem Einsatz von Antibiotika und Antiseptika und modernen Ansätzen wie die Anwendung von Lasern und der photodynamischen Therapie zur Behandlung von parodontalen und periimplantären Infektionen. Demütig und zutiefst berührt, aber hocherfreut äußerte sich Prof. Sculean zu dieser Ehrung: „In meinen Augen ist diese Auszeichnung die Anerkennung für die jahrzehntelange Arbeit unseres Teams in Bern mit zahlreichen Universitäten weltweit. Forschung ist heute ohne einen globalen und integrativen Geist und einem grossen Team hoch qualifizierter und motivierter Menschen nicht mehr vorstellbar. Zudem hatte ich das Glück und das Privileg, auf meinem Gebiet von wahren Giganten wie Thorkild Karring und Jörgen Theilade in Dänemark und Michel Brecx in Belgien ausgebildet und gefördert zu werden und jahrzehntelang mit hervorragenden Klinikern und Wissenschaftlern wie Andreas Stavropoulos, Nikos Donos, István Gera, Döri Ferenc, Péter Windisch, Giovanni E. Salvi, Christos Katsaros, Vincenzo Iorio-Siciliano, Giovanni Chiantella, Stefan Stratul, Frank Schwarz, Nicole B. Arweiler, Sigrun Eick, Dieter Bosshardt, Richard Miron,  Yoshinori  Shirakata  und Daniel Buser zusammenarbeiten zu dürfen.“

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