INDIANAPOLIS, USA – In den USA werden jährlich mehr als 15 Millionen Wurzelkanalbehandlungen durchgeführt. Im Laufe dieser Behandlungen werden Pulpa und Nerv entfernt, anschießend der Zahn gereinigt und versiegelt. Kommt es während der Behandlung zur Kontamination des Zahnes, ist eine weitere Wurzelkanalbehandlung oder Operation vonnöten.
Die Ergebnisse der Erstbehandlung könnten sich allerdings in Kürze verbessern – dank eines antimikrobiellen Gels, das an der School of Dentistry der Universität Indiana entwickelt wurde.
„Ich wollte ein Gel entwickeln, das eine dauerhaft antimikrobielle Wirkung hat – sogar dann noch, wenn es entfernt wurde. Es sollte außerdem minimal toxisch auf Stammzellen wirken und keine Zahnverfärbungen hervorrufen“, sagt der Erfinder, Gastprofessor Ghaeth H. Yassen, der Kommunikations-Abteilung der Universität von Indiana.
Er ist überzeugt, dass das Gel derzeitigen Behandlungsmitteln, auch Kalziumhydroxid, überlegen ist. Studien im Journal of Endodontics und im International Endodontic Journal haben gezeigt, dass „es signifikant länger anhaltende antibakterielle Restwirkung hat“ als traditionelle Mittel. Außerdem ist es biokompatibel und enthält nur eine geringe Konzentration antimikrobieller Bestandteile.
Die derzeitige Version des Gels ist noch unsichtbar für (Röntgen-)Strahlung. Hier liegt aber der Ansatz für Weiterentwicklungen: Die nächste Variante soll auf Röntgenbildern erkennbar sein.
Quelle: Universität Indiana
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