Dental Tribune Austria

Bewährte und neue Dekontaminationsmethoden in der Behandlung der Periimplantitis

Das Webinar präsentiert bewährte und neue chirurgische und nicht-chirurgische Möglichkeiten zur Dekontamination von Implantatoberflächen im Rahmen der Therapie peri-implantärer Erkrankungen.

Das Ziel dieses Webinars ist es, bewährte und neue chirurgische und nicht-chirurgische Möglichkeiten zur Dekontamination von Implantatoberflächen im Rahmen der Therapie periimplantärer Erkrankungen zu präsentieren. Implantatgetragene Rekonstruktionen haben sich in den letzten Jahrzehnten als zuverlässige Therapieoptionen bei zahnlosen und teilbezahnten Patienten durchsetzen können. Periimplantäre Gesundheit wurde 2017 am „World Workshop zur Klassifikation von parodontalen und periimplantären Erkrankungen und Zuständen“ durch die Abwesenheit klinischer Entzündungszeichen definiert. Periimplantäre Erkrankungen sind entzündliche Reaktionen auf bakterielle Infektionen, die osseointegrierte Implantate befallen. Die periimplantäre Mukositis stellt eine mit Biofilm assoziierte Entzündung des periimplantären Weichgewebes ohne Knochenverlust dar, während die Periimplantitis eine Entzündung der periimplantären Mukosa mit fortschreitendem Verlust von unterstützendem Knochen darstellt. Die weltweite Prävalenz periimplantärer Erkrankungen wurde umfassend untersucht. Eine systematische Literaturübersicht berichtete über eine Prävalenz der periimplantären Mukositis von 43 % (von 19 bis 65 %) und der Periimplantitis von 22 % (von 1 bis 47 %) und stellt daher häufige Komplikationen in der modernen Zahnmedizin dar. In den letzten Jahren hat das wissenschaftliche Interesse an diesem Thema zugenommen, wie die grosse Zahl der vorgeschlagenen Protokolle zur Behandlung der periimplantären Mukositis und der Periimplantitis zeigt. Mehrere Methoden zur Dekontamination von Implantatoberflächen und zur Beseitigung von Entzündungen der periimplantären Mukosa sind untersucht worden, auch wenn sie nur begrenzt in der Lage sind, eine vollständige Heilung der Krankheit zu erzielen. Mechanische Dekontaminationsmethoden der Implantatoberfläche wurden als entscheidend für die Auflösung der mukosalen Entzündung betrachtet. Daher wurden verschiedene Werkzeuge für die Reinigung periimplantärer Oberflächen auf den Markt gebracht. Insbesondere wurde eine neue oszillierende Chitosan-Bürste an Patienten mit der Diagnose einer initialen Periimplantitis getestet. Die Ergebnisse einer nicht-chirurgischen Therapie deuteten auf eine signifikante Verbesserung der Sondierungs- und Entzündungswerte zwischen Ausgangs- und Folgeuntersuchung. Bei fortgeschrittenen periimplantären Läsionen sollte die Anwendung nicht-chirurgischer Protokolle darauf abzielen, gesündere Weichteilverhältnisse vor einer zusätzlichen chirurgischen Therapie einschliesslich rekonstruktiver und resektiver Massnahmen vorzubereiten.

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