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Wo wären wir ohne das MDP-Monomer?

© Kuraray Noritake Dental

Do. 21 April 2022

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HATTERSHEIM AM MAIN – Im Jahr 1976 stellte Kuraray sein erstes Haftmonomer vor – das Phosphatmonomer Phenyl-P. In den darauffolgenden Jahren arbeitete das Unternehmen kontinuierlich daran, mit der entsprechenden Forschung und Entwicklung die Molekülstruktur dieses Monomers weiter zu verbessern. Dies gelang Kuraray schließlich mit der Entwicklung eines Moleküls mit besserer Haftung an der Zahnstruktur, geringer Löslichkeit und einer effektiven Haftung an Metall: Das MDP-Monomer war geboren.

Das von Kuraray entwickelte und 1981 patentierte MDP-Monomer ist bis heute das führende funktionale Monomer mit zuverlässiger Haftung an verschiedensten Substraten einschließlich Zahnschmelz und Dentin. Untersuchungen haben wiederholt gezeigt, dass sich mit Produkten auf Basis dieses Monomers haltbare und stabile Verbindungen mit Zahnschmelz, Nichtedelmetallen und Zirkonoxidkeramik herstellen lassen. Es ist schwer zu sagen, wo die adhäsive Zahnmedizin ohne das MDP-Monomer heute stünde.

Ein unerreichter Reinheitsgrad

Eines der Geheimnisse hinter dem Erfolg des MDP-Monomers von Kuraray Noritake ist seine einzigartige Qualität. Das Patent, das Kuraray für das Monomer besaß, ist mittlerweile ausgelaufen, sodass heute auch andere Hersteller ihr eigenes MDP synthetisieren können. Eine Studie von Yoshihara et al.1 ergab jedoch, dass bei drei untersuchten MDP-Haftmonomeren Unterschiede im Reinheitsgrad festzustellen waren, die sich auf die Intensität der Nanoschichtung und die resultierende Verbindungsfestigkeit auswirkten. Es war nicht überraschend, dass beim hochreinen Original-MDP von Kuraray Noritake die höchste Verbindungsfestigkeit gemessen wurde.

„Es ist eindeutig, dass das MDP-Monomer angesichts seines primären chemischen Potenzials, an Hydroxylapatit zu binden, eines der effektivsten Monomere auf dem Markt ist“, erklärte Prof. Bart Van Meerbeek, ein führender Experte für Adhäsive, in einem Interview mit der Dental Tribune International.

„Im Wesentlichen dürfte ein Universalklebstoff mit hoher Konzentration an sehr reinem MDP-Monomer das beste Ergebnis bringen“, fügte er auf die Frage nach Universaladhäsiven hinzu.

Ein Monomer mit vielen Anwendungsmöglichkeiten

Das erste Produkt von Kuraray, bei dem das MDP-Monomer zum Einsatz kam, war das PANAVIA EX Befestigungskomposit. PANAVIA EX wurde 1983 eingeführt und war schnell dafür bekannt, zuverlässige Verbindungen zu ermöglichen. Für die PANAVIA-Familie adhäsiver Befestigungskomposite, einschließlich PANAVIA V5 und PANAVIA SA Cement Universal, wird nach wie vor das MDP-Monomer eingesetzt, um Zahnmedizinerinnen und -medizinern weltweit erstklassige Haftungseigenschaften zu bieten.

Natürlich bildet das MDP-Monomer auch die Grundlage für eine Reihe von Produkten im aktuellen CLEARFIL-Bondingsortiment von Kuraray Noritake Dental, so etwa für den Goldstandard CLEARFIL SE BOND, ein sanftes selbstätzenden und UV-härtendes Zwei-Flaschen-Bonding. CLEARFIL Universal Bond Quick, der einzige universelle Ein-Flaschen-Bonding des Unternehmens, nutzt die Rapid-Bond-Technologie. Die synergistische Kombination aus dem Original-MDP-Monomer und hydrophilen Amid-Monomeren ermöglicht es, schneller und einfacher denn je eine langlebige Verbindung herzustellen.

Die Erfahrungen von mehr als 40 Jahre lassen nur eine Schlussfolgerung zu: Das MDP-Monomer von Kuraray Noritake Dental hat die adhäsive Zahnmedizin zum Besseren verändert und optimiert.

Mehr über das MDP-Monomer erfahren Sie hier.

Editorial note:

Quelle

  1. Yoshihara K. et al. Functional monomer impurity affects adhesive performance. Dent Mater. 2015 Dec;31(12):1493–1501.

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